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# Was ist die "Berechnungsgrundlage der Abwesenheiten" und wie stelle ich sie ein?

In diesem Artikel erklären wir dir die verschiedenen Berechnungsgrundlagen der Abwesenheiten in den Arbeitsplänen.

Unter dem Punkt "**Arbeitsregelung**" findest du unterhalb der Arbeitstage die "**Berechnungsgrundlage der Abwesenheiten**":

![Bildschirmfoto 2026-07-08 um 15.27.13](https://4118039830-files.gitbook.io/~/files/v0/b/gitbook-x-prod.appspot.com/o/spaces%2Ft0MNJkGBNV4pjq5KfaXa%2Fuploads%2Fgit-blob-9f9ba4aa60e54e2385122622115e74f8762dd240%2F65db5967bffd5882.png?alt=media)

Dort kannst du festlegen, **wie Abwesenheiten** *(wie bspw. Krankmeldungen oder Urlaubstage)* **verrechnet werden sollen**.

Dir stehen, je nach ausgewähltem Arbeitsplan, bis verschiedene **Berechnungsmethoden** zur Verfügung:

[*1. Tagbasierte Sollstunden*](#Tagbasiert)

[*2. Wochenbasierte*](#Wochenbasiert)

[*3. Durchschnittliche Ist-Stunden der letzten 3 Monate*](#Durchschnitt)

[*4. Eigener Wert*](#eigenerwert)

[*5. Monatsbasierte Sollstunden*](#Monatsbasiertesollstunden)

##

## *Beispiel: Teilzeitkraft mit flexibler Arbeitsverteilung*

Um die Unterschiede der Berechnungsarten zu verdeutlichen, nehmen wir folgendes Beispiel:

> *Herr Müller arbeitet in **Teilzeit** und hat laut Arbeitsplan eine **geplante Mindestarbeitszeit von 25 Stunden pro Woche**, verteilt auf fünf Werktage. Allerdings arbeitet er nicht an jedem Tag die gleiche Anzahl an Stunden. Sein geplanter Wochenarbeitsplan sieht folgendermaßen aus:*

|               |                          |
| ------------- | ------------------------ |
| **Wochentag** | **Geplante Arbeitszeit** |
| Montag        | 3 Stunden                |
| Dienstag      | 5 Stunden                |
| Mittwoch      | 6 Stunden                |
| Donnerstag    | 4 Stunden                |
| Freitag       | 7 Stunden                |

> *Herr Müller reicht nun eine **Krankschreibung für Montag** ein. Jetzt kommen wir zur Berechnungsgrundlage die bestimmt, wie viele Ist-Stunden ihm dafür "gutgeschrieben" werden:*

##

## 👉 1. Tagesbasierte Sollstunden

Es werden die Stunden angerechnet, die im Arbeitsplan für den jeweiligen Tag hinterlegt sind.

> *Da Herr Müller am Montag für **3 Stunden** eingeplant war, werden genau diese **3 Stunden** für die Abwesenheit berücksichtigt.*

## 👉 2. Wochenbasierte Sollstunden

Hier wird die Wochenarbeitszeit auf die Anzahl der geplanten Arbeitstage verteilt.

> *In diesem Fall beträgt die Wochenarbeitszeit **25 Stunden**, verteilt auf **5 Tage**. Das ergibt einen Durchschnittswert von **5 Stunden pro Tag**.*

{% hint style="info" %}
**Hinweis:** Die Verteilung passt sich dynamisch an! Arbeitet Herr Müller **nicht an 5 Werktagen**, sondern **nur an 4**, wird die geplante Mindestarbeitszeit für diese Woche **durch 4 geteilt**. Das gleiche Prinzip gilt natürlich auch dann, wenn Herr Müller an 6 oder sogar 7 Tagen pro Woche arbeitet.
{% endhint %}

## 👉 3. Durchschnitt der letzten 3 Kalendermonate

## Wie wird gerechnet?

Das System schaut sich deine letzten 3 komplett abgeschlossenen Kalendermonate an. Es zählt alle Stunden zusammen, die du in dieser Zeit wirklich gearbeitet hast (**IST-Stunden**), und teilt sie durch die Anzahl der Tage.

{% hint style="warning" %}
**Wichtig:** Arbeitest du noch keine 3 vollen Monate im Betrieb? Kein Problem. In diesem Fall nutzt das System einfach den Durchschnitt der Zeit seit deinem ersten Arbeitstag.
{% endhint %}

## Ein einfaches Beispiel:

Stellen wir uns vor, dein Kollege Markus hat in den letzten 3 Monaten (insgesamt 12 Wochen) sehr unterschiedlich gearbeitet:

* **In den ersten 9 Wochen:** Markus arbeitet immer mittwochs (7 Std.) und donnerstags (5 Std.). Das sind **12 Stunden** pro Woche.
* **In den letzten 3 Wochen:** Er verteilt seine 12 Stunden anders und arbeitet mittwochs (7 Std.), donnerstags (3 Std.) und freitags (2 Std.).

Obwohl er mal an 2 Tagen und mal an 3 Tagen da war, bleibt seine Wochenarbeitszeit gleich. Das System rechnet nun alle Stunden zusammen und ermittelt den **Durchschnittswert pro Tag**. *(Die Berechnung wäre: (7+5) / 2Tage=6 Stunden für 9 Wochen und (7+3+2)/ 3Tage= 4 Stunden für 3 Wochen → ((6x9)+(4*3)) / 12 Wochen= 5,5 Stunden)\*

In diesem Fall würde Markus für einen Feiertag genau den Wert vergütet bekommen, der seinem statistischen Arbeitstag entspricht (im Beispiel oben wären das **5,5 Stunden**).

***

## Was zählt als "Arbeitszeit"?

Für eine korrekte und faire Berechnung ist wichtig, welche Stunden in den Topf fließen:

* ✅ **Berücksichtigt werden:** Nur deine echt geleisteten Arbeitsstunden (IST-Stunden).
* ❌ **Nicht berücksichtigt werden:** Zeiten, in denen du bereits im Urlaub oder krank warst.

{% hint style="info" %}
**Tipp für die Einrichtung:** Prüfe bei unregelmäßigen Kräften regelmäßig, ob die hinterlegten Arbeitstage im Profil noch zur Realität passen, damit die Verteilung der Stunden auf die Wochentage logisch bleibt!
{% endhint %}

## 👉 4. Eigener Wert

Du gibst manuell an, wie viele Stunden bei einer Abwesenheit angerechnet werden sollen

> *Für Herrn Müller könnten beispielsweise **4 oder 6 Stunden** für den Montag angesetzt werden – je nach individueller Regelung.*

## 👉 5. Monatsbasierte Sollstunden

Diese Option steht dir nur zur Verfügung, wenn du eine monatliche Arbeitszeit hinterlegt hast.

Hier wird die Monatsarbeitszeit (Sollstunden) auf die Anzahl aller Arbeitstage des Monats verteilt. Arbeitstage definieren sich nach den Wochentagen die du im Arbeitsplan angehakt hast.

Die Anzahl der Arbeitstage können jeden Monat variieren (da nicht jeder Monat mit einem Montag beginnt und mit einem Sonntag aufhört), was auch der Grund dafür ist, dass die Tagessollwerte immer variieren können.

> *Für Herrn Müller ist eine monatliche Arbeitszeit von 100 Stunden an 5 Werktagen hinterlegt. Der Monat in dem er krank ist hat insgesamt 22 Arbeitstage. Dementsprechend werden die 100 Sollstunden durch die 22 Arbeitstage geteilt und jeder Tag Abwesenheit erhält einen Wert von 4,5 Stunden.*
>
> *In Monaten mit 21 Arbeitstagen wären es dann 4,8 Stunden.*


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